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Katzenbaby in Plasiktüte ausgesetzt

Zuletzt aktualisiert: Dienstag, 12. Juni 2018
tierpark-katze
Dieses kleine Katzenmädchen wurde im Tierpark Rauenberg ausgesetzt. Folgendes schrieb der Tierpark auf Facebook: 

In den letzten Jahren wurden immer wieder einmal Haustiere im Rauenberger
Tierpark ausgesetzt. Doch der Vorfall von heute übertrifft alles bisher da
gewesene: Unser Mitarbeiter entdeckte am heutigen Mittwoch gegen 7 Uhr im
Eingangsbereich an der Bahnhofstraße einen schwarzen, verknoteten Müllsack
in einem Gebüsch. Als er ihn wegräumen wollte, stellte er fest, dass sich in
dem Sack etwas bewegte. Beim Öffnen kam dann ein wenige Wochen altes
Katzenjunges zum Vorschein, das von seinem Besitzer auf solch furchtbare
Weise ausgesetzt wurde.

Offenbar lag dem Halter des Katzenjungen wenig am Leben des Tieres, denn der
Müllsack war zugeknotet, so dass nur eine begrenzte Menge an Sauerstoff im
Beutel war. Wäre es nicht gefunden worden, wäre das Tier vermutlich grausam
erstickt. Zudem war der Müllsack an einer Stelle abgelegt, bei der man das
Tier nicht „auf den ersten Blick“ finden konnte. Ein offener sowie ein
geschlossener Beutel mit Futter lagen ebenfalls mit im Sack. Der Verein der
Vogelfreunde hat das Tier ins für Fundtiere zuständige Tierheim in Sinsheim
gebracht und wird bei der Polizei Anzeige erstatten. Im Tierpark selbst
konnte das Kleine nicht bleiben, weil wir keine Katzen halten.

Wir weisen in diesem Zusammenhang ausdrücklich darauf hin, dass es gemäß § 3
Absatz 3 Tierschutzgesetz verboten ist, ein im Haus, Betrieb oder sonst in
Obhut des Menschen gehaltenes Tier auszusetzen oder es zurückzulassen, um
sich seiner zu entledigen oder sich der Halter- oder Betreuerpflicht zu
entziehen. Unerheblich ist, ob durch das Aussetzen eine konkrete oder
abstrakte Gefahrenlage für das Tier entsteht. So erfüllt auch das Ablegen
des Katzenjungen in einem Plastiksack auf dem Tierparkgelände den Tatbestand
des Aussetzens. Das Aussetzen ist eine Ordnungswidrigkeit und wird gemäß §
18 Absatz 1 Nummer 4 Tierschutzgesetz mit einer Geldbuße von bis zu 25.000
Euro bestraft.

Wer Hinweise auf den Täter geben kann, der das Tier im Müllsack zwischen
Dienstag, 29. September, 14.45 Uhr, und Mittwoch, 30. September, 7 Uhr ausgesetzt hat,
wendet sich per Telefon an 06222/5719612 oder per E-Mail an
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Unser Appell im Sinne der Tiere: Bitte überlegen Sie sich, bevor Sie sich
ein Tier anschaffen, ob Sie es dauerhaft gut versorgen können und machen Sie
sich auch klar, wie lange ein Haustier lebt. Entscheiden Sie sich erst für
ein Tier, wenn Sie diese Abwägung getroffen haben. Sollten Sie ein Tier
nicht mehr halten können, wenden Sie sich an das zuständige Tierheim in
Sinsheim, Lange Straße 35a, Telefon 07261/63324!

Das kleine ca. 5-6 Wochen alte Katzenmädchen befindet sich nun bei einer Mitarbeiterin des Tierheims in Pflege. Dort sind noch 2 Katzenbaby im gleichen Alter. Auch uns würde interessieren, wer zu so einer Tat imstande ist.

Update vom 25.10.2015: Die kleine Lolly, wie wir das kleine Katzenmädchen genannt haben, hat es geschafft. Zusammen mit noch einem Katzenkind durfte sie in ihr neues Zuhause einziehen. Wir feuen uns sehr und wünschen der Kleinen ein langes und schönes Leben auch wenn der Start so schrecklich war und ein skruppelloser Mensch es auf qualvoller Weise beenden wollte.
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